16.04.2026
Rewe und Migros vereinbaren Übernahme von bis zu 40 Tegut-Märkten

Foto/Grafik: Rewe Group
Die Rewe Group und die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) haben einen Vertrag über die mögliche Übernahme von insgesamt bis zu 40 Tegut-Märkten unterzeichne
Die Rewe Group und die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) haben einen Vertrag über die mögliche Übernahme von insgesamt bis zu 40 Tegut-Märkten unterzeichnet: Der Großteil der Standorte soll in das Vertriebsnetz von Rewe integriert werden, die übrigen Standorte sollen künftig von Penny betrieben werden.
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt.
Durch die Integration der Tegut-Standorte nach Freigabe durch das Bundeskartellamt will die Rewe Group die qualitativ hochwertige Nahversorgung in den Regionen stärken. Als einer der bedeutendsten Lebensmittelhändler verfügt die genossenschaftlich organisierte und tarifvertraglich gebundene Rewe Group über eine beinahe 100-jährige Erfahrung in der Nahversorgung. Die übernommenen Märkte sollen im weiteren Verlauf modernisiert und an bewährte Sortiments- und Logistiksysteme der Rewe Group angebunden werden. Kundinnen und Kunden der neuen Rewe- und Penny-Märkte profitieren dann von der gewohnten Warenverfügbarkeit, klareren Sortimenten, starkem Eigenmarkenportfolio und einem stabilen Preisniveau. Die Nähe zu regionalen Produzenten bliebe erhalten, ebenso die Versorgung mit Bio- und hochwertigen regionalen Produkten. Für viele Orte entstünde damit eine verbesserte Einkaufsinfrastruktur, die dauerhaft verlässlich bleiben soll. Allen Mitarbeitenden der betroffenen Tegut-Märkte würde ein Jobangebot unterbreitet.
Peter Maly, Vorstand der Rewe Group: „Wir wollen die Verantwortung für die Standorte und ihre Teams übernehmen. Das bedeutet für uns, die Arbeitsplätze genauso zu sichern wie die qualitativ hochwertige Nahversorgung. Damit können wir den Mitarbeitenden und den Märkten eine wirtschaftliche Perspektive geben. Für uns steht im Zentrum, tragfähige Standorte zu entwickeln sowie die Beschäftigten bei uns zu fördern und willkommen zu heißen."
Stefan Görgens, Bereichsvorstand Penny Deutschland ergänzt: „Sobald die Freigabe erteilt wird, modernisieren wir die neuen Märkte auf unser Markthallen-Konzept. Damit bieten wir unseren Kundinnen und Kunden ein umfangreiches Frischeangebot sowie eine große Auswahl an attraktiven Marken und Eigenmarken zu discount-günstigen Preisen."
Die GMZ hat zahlreiche Gespräche mit potenziellen Erwerbern geführt. Die vereinbarte Übergabe an Rewe und Penny sei Ergebnis dieser Gespräche, heißt es. Weitere Details zu den betroffenen Standorten können aufgrund laufender Verfahren und der Vertraulichkeit nicht genannt werden.
Unmittelbar nach Unterzeichnung des Vertrags soll auch die Anmeldung beim Bundeskartellamt erfolgen, sodass das fusionskontrollrechtliche Prüfverfahren schnellstmöglich beginnen kann. Die geplante Übergabe der Standorte kann erst nach der entsprechenden Freigabe durch das Bundeskartellamt erfolgen. Anschließend würden die Parteien die strukturierte Überleitung der Standorte vorbereiten.